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Charaktergeschichte von Dardan Tinctor,
menschlicher Giftmischer und Lumpensammler
Dardan Tinctor wurde als elftes Kind des Bauern Alfons Tinterrer im Rothenloher Tal in den Mittellanden geboren. Um die Ernährung der Familien nicht weiter zu verkomplizieren und sich gleichzeitig den Segen der nächstbesten Gottheit zu sichern wurde das Kind im Alter von fünf Jahren an das nahe gelegene Kloster der Sektenschaft des Tasghatareniorduschat gegeben, wo der junge die nächsten elf Jahre seines Lebens verbrachte und in den Riten und Wissenschaften des Ordens unterrichtet wurde.
Doch weder die Gebete noch die strengen Vorschriften des Klosters schienen dem Jungen Erfüllung in seinem Leben zu geben, weshalb er zu beginn seines vierzehnten Jahres, fern von den scharfen Augen der Äbte, nach Botengängen im Dorf, oft in der Kneipe dort zu finden war, wo er sich anschickte seine wenigen erbettelten Groschen zu verspielen.
Dies ging nur einige Zeit lang gut. Nicht, dass ihm die weltfremden Klostermänner und -frauen auf die Schliche gekommen wären, sondern die Spielschulden drückten immer mehr auf seinen Schultern. So entschied er sich eines Tages nicht mehr in die heiligen Mauern zurückzukehren, sondern Rothenlohe ein für alle Mal hinter sich zu lassen.
Die folgenden Jahre verbrachte er abwechselnd bei Bauern als Tagelöhner angestellt oder durch die Lande wandernd und alles aufsammelnd, was sich irgendwie verwenden oder zu Geld machen lies. Dabei zeigten sich Schlachtfelder, mit all ihren Waffen, Rüstteilen und Stiefeln, die nicht einmal mehr die überlebenden Landsknechte brauchen konnte, besonders ergiebig.
Dieser Gesetzmäßigkeit folgend, war es nur eine Frage der Zeit, bis er auf eine Gruppe von fahrenden Abenteurern stieß, welcher er sich, Mangels einer besseren Alternative und in der Hoffnung an noch mehr „verwertbares Material“ zu kommen, anschloss.
Die Lehren des Klosters haben indess kaum mehr spuren in seinem Geist hinterlassen, außer dass er es für förderlich hält sich mit allerlei Glücksbringern und Symbolen zu behängen. Ganz allgemein denkt er, dass es ohnehin das beste ist niemanden zu offensichtlich zu verärgern, so lange man noch nicht weiß, ob man auf der Seite der Gewinner steht.
Mit den meisten Gestalten kommt Dardan aufgrund seiner praktischen Feigheit recht gut aus, hegt aber mittlerweile durch seine Erfahrungen eine oberflächliche Abneigung gegen „Oblaten“ - Paladine und religiöse Fanatiker.