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In der Savanne saß
die Hyäne allein,
unter dem Mandelbaum.
Sie blickte etwas
traurig drein,
denn andere beachteten sie kaum.
Verschriehen
als hinkend und hässlich,
hatte sie sich zurückgezogen.
Alle
anderen fanden sie nur grässlich,
deshalb hatte sie die
Einsamkeit erwogen.
Der Mandelbaum, er blühte gerade
weiß,
doch freute sie das nicht,
In der Savanne war es
kochend heiß,
rot glühte das Abendlicht.
Ein Drache
zog auf Lederschwingen,
am kupfernen Himmel vorüber.
Auch
er hatte mit den Gedanken zu ringen,
auch er war der Gesellschaft
über.
Man kam zwar öfter auf ihn zu
nur leider dann
mit dem Speer in der Hand,
nie ließ man ihm jemals seine
Ruh´,
d´rum verließ er die Höhle in seiner
Felswand.
Einsamkeit die Suchte auch er,
in der zirpenden
Messergraßlandschaft,
jedoch am Boden saß schon wer
und er machte ihre Bekanntschaft.
Zuerst erschrak sie doch sie
überwand sich schnell,
als das Ungetüm vor ihr Platz
nahm.
Sein grünes Schuppenkleid strahlte in der Sonne
grell,
seine Augen, wie die der Hyäne, waren voll Gram.
Sie
fanden sich so als verwandte Seelen,
beide vom Leben betrogen,
nun
würde sie nichts und niemand mehr Quälen,
denn sie
hatten eine Freundschaft erwogen.
Und noch bevor die Nacht schwarz
fiel,
zogen die beiden von Dannen,
hüpften und rannten in
lustigem Spiel
und blieben für immer zusammen.
© bei Felix M. Hummel 2003, da bin ich mir sicher. (GSF)