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Des Gottes Ohnmacht
Ein Gott saß an des Teiches Rand,
Blickte in sein Spiegelbild und sinnierte,
Was wohl zu tun mit all dem Tand,
Der Welt die er regierte.
Lang war's her dass er sie machte,
Der Grund der war ihm niemals klar,
Mag sein, dass er an gar nichts dachte,
Das ihm nur langweilig war.
Die klugen Wesen die er in sein Werke brachte,
Nur um zu wissen dass er war,
Nur dass man ihm immer Gedachte,
Brachte ihm oft ihr eig'nes Opfer dar.
Sie glaubte lange alles blind,
Was er ihnen nicht einmal sagte,
Und glauben musste jedes Kind,
Und Wehe dem, der and'res wagte.
Lange ging es Blutig so,
Zur Kurzweil des Weltenwandlers,
Kriege gab es so wie so,
Denn jeder sah ihn anders.
Doch endlich glaubten manche nicht,
Denn sie wussten was niemand wusste,
Was war wohl des Gottes Pflicht,
Wenn die Welt ohne ihn laufen musste?
Das gab nun dem Gott zu denken,
Denn er hatte sie so gebaut,
Die Welt konnte er nicht mehr lenken,
Er hatte ihr seine Macht anvertraut.
Gesetze hatte er erfunden,
Mit Allmacht nicht zu überwinden,
Die Hände waren ihm nun gebunden,
Nicht mal sein eigenes Schiksal konnte er befinden.
So kam es dass er am Teiche entschlief,
Denn er hatte den Glauben verloren,
Seine Welt ohne ihn weiter lief,
Des Gottes auserkoren.