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Diesen Traum hatte ich in der Nacht vom 5. auf den 6. April 2005
Eigentum von Felix M. Hummel, www.8ung.at/galgenstrick. Email: biosynthG08(at)gmx.net und fmhummel(at)gmail.com
20042006
Der Rattenkeller
Mein Haus, das war mir nicht geheuer,
voll Lovecraft'schem Studiergeruch
barst fast das dunkle Holzgemäuer,
lag voll von Feder, Brief und Buch.
Die Räume hatten Eigenleben,
doch von so toter Steinnatur,
wuchsen ohne zu erbeben,
wechselten die Größe stur.
Zwei Türen gab's im Zimmer,
die eine zum Flur hinaus,
im düsterbraunen Schimmer,
die And're zum Keller im Haus.
Ein Grauen hatte mich erfüllt,
als ich letztere bewegte,
sah, in Finsternis gehüllt,
was laut dahinter lebte.
Tausend Augen, schwarz und klein,
huschten rasch hervor,
bohrten sich in mich hinein,
panisch schloss ich das Tor.
Kommode gepackt und das Bette,
verbarrikadiert das finstre Tor,
wie ich's nicht geahnt hätte,
nagten sie dennoch empor.
Nach Raserei und wilder Wut,
sah ich nur eine vor mir,
wollt wissen was sie hier tut,
fragt' „Was willst du hier?“
Es erklang wie heißes Splittern:
„Deine Gedanken, die gib her!“
Wieder war ich arg am Zittern,
ich sah keinen Ausweg mehr.
Ich wusst das keine Rettung war,
sie fräßen mich in Sekunden,
und brachte meine Gedanken dar,
die Ratten hatte mich überwunden.
Dann ein Schlag, der Schlaf entfloh,
ich weiß nicht was ich verschenkt,
dr'über bin ich kein Bisschen froh,
werd' ich doch nun von ihnen gelenkt.