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Spiegelseiten
von Felix M. Hummel, fmhummel(at)gmail.com, also nicht klauen.
Beendet am 14. 11. 2005
Beide treibt es eilig weiter;
Ekel macht das Atmen schwer,
doch er ist es, unser Zweiter,
Blickt kurz, trübe zu uns her.
Entstellt durch Fett und Wasserflecken,
Hat tiefe Risse in sich stecken,
Graffiti – ein narbengleicher Strich:
So treffen wir uns – wir sind ich.
Unsere Blicke kreuzen sich,
denn sie müssen es,
starren einander an – ich und ich,
dann war das alles.
Meistens.
Wer denkt schon an den Gegenüber?
Sieht man doch so nur sich
Rasch drängt man an ihm vorüber,
er verhält sich ähnlich.
Doch bin ich er
und er nicht ich?
Wen lenkt nun wer
und wer lenkt sich?
Wie im Traum,
so auch hier,
weiß ich kaum,
gehört mir
unser Geist
oder ihm?
Doch zumeist
kann ich flieh'n
ohne zu fragen.