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Sinn- und Nutzlose Kurztipps

Jeder, der auch nur annähernd was von einem Larp gerochen hat, hat so etwas auf seiner Seite, was ich nicht schlecht finde und mich gleich anschließe.



1. Lederersatz

Grauer oder Schwarzer PVC Bodenbelag eignet sich mit der rauhen Rückseite nach Außen hervorragend zum Rüstungsbau und ist kaum als Kunststoff zu erkennen. Um ihn in zu bearbeiten presst man ihn grob in die gewünschte Form, bindet ihn zusammen und legt ihn einige Zeit in heißes Wasser (Bloß nicht kochend, sonst wird die Situation klebrig!). Leder ist einfacher zu schneiden und zu Formen, aber es ist natürlich mit Kunststoff wesentlich billiger und sogar härter. Hier ein Beispielbild meiner rechten Armschiene (Die Linke hat ein Skaven und viel Regen auf dem Gewissen)



2. Billigste Ambienteschuhe

Ambienteschuhe sind teuer und meistens Empfindlich, Wanderstiefel wirken manchmal fehl am Platz. Als ich diese Methode praktizierte ging das aber eher auf das Fehlen von beidem zurück. Man benötigt dazu nur etwas alten Stoff (möglichst ohne irgendein albernes Muster) und die Schuhe, die man gestern noch wegwerfen wollte. Mit Filzstift zeichnet man grob die Umrisse der Schuhe vier mal auf den Stoff (wircklich nur grob, das passt fast immer), schneidet dies aus und näht es so zusammen, dass man eine Art Stulpen erhält. Eine Nähmaschine ist sicher hilfreich, aber ich habe keine und kann sagen, dass es echte Männer mit Zeigefingern aus Stahl auch gut ohne schaffen. Diese Gebilde klebt und/oder näht (ich verwende eine geziehlte Mischung aus beidem, es geht ja sowieso wieder ab) man dann, nach dem Darüberstülpen versteht sich, an den alten Latschen an. Nun kann man es noch mit potthässlichen Verziehrungen versehen und schon sieht es so aus als hätte man Kartoffeln statt Füße. Ich werde ein Foto meiner Schuhe ausstellen, sobald ich den Schlamm von meinem ersten Larp wieder herunterbekommen habe, die Reinigung erweist sich als schwierig. Die Haltbarkeit lässt auch zu Wünschen übrig.

3. Ein Tipp für Kunstblut

Die Herstellung von Kunstblut mit Lebensmittelfarbe, Mehl, Kakao, Wasser sowie einem Konservierungsmittel wie Salz, Essig oder Alkohol, ist ja allgemein bekannt. Man erhält dabei eine eklige Flüssigkeit, die in ihrer Farbe etwa an Himbeersaft herankommt. Mein Trick ist hier eine ganz geringe Menge an schwarzer Tinte hinzu zu geben. Man muss dabei sehr aufpassen, dass man nicht ins violette hineinkommt. Die Farbe ist danach wenigstens annähernd Weinrot. Gibt man bei verlaufenem Blut noch etwas Lehmstaub hinzu, so sieht es recht realistisch aus.