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Zitate und seltsame Situationen



Der Wald“ 24.-26. 9. 04 Der Nordländer

Dieser Larp mit dünnem Plot und schlecht-schlammigem Wetter war mein Erster, aber es kamen gleich einige Vorfälle zusammen:

Durchnässt saßen wir in dunkelster Nacht am wärmenden Feuer und lauschten in die Dunkelheit. Wir hatten unser Lager ungeschickterweise direkt in die Einflugschneise für sämtliche uns feindlich gesonnene Wesen, die wären Ratten, Echsen, Insekten und Dunkelelfen, gesetzt hatten und so fast immer zu erst angegriffen wurden. „Es ist schon viel zu lange ruhig, wir werden sicher bald angegriffen. Wir sollten Wachen aufstellen.“, flüsterte Einer. „Gute Idee.“sagte ein Anderer und begann zu brüllen: „Wachen aufstellen!“. „Wachen aufstellen!“, schrie der nächste. „Wachen aufstellen!“, setzte sich ein wenig weiter und lauter durch das Lager aus, bis die meisten kurzzeitig in einen Lachkrampf ausbrachen.

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Die Angriffe kamen und kamen nicht, doch waren im Wald ständig Rattenquieker zu hören. Also, da wir Lust auf ein paar Schläge hatten, stellten uns vor den Wald und brüllten, dass sie herauskommen sollten. Schließlich hörte man aus dem Wald, wie die Ratten mit hoher Stimme „Alle meine Entchen“ und einige Schmählieder (NääNäNäNäääNä) zu quieken. Wir erwiderten dies indem wir ihnen drohten, dass wir Rattatoullie aus ihnen machen wurden und als das nicht halb begannen wir zu miauen und gröhlten einige Runden „Julia und die Räuber“ von Subway to Sally.

In der selben Nacht fielen einige leicht besiegbare Rattentrupps in unser Lager ein, die sehr schnell aufgerieben und mit ulkigen Schlachtrufen in die Flucht geschlagen wurden. Dies ermunterte auch mich als Neuling meinen Bastardstreitkolben schwinged hinter einem der rotgewandeten Stinker herzulaufen. „Ja, lauf nur du Ratte!“, brüllte ich dabei. „Ja.“, rief mir unser nervtötender kleiner Ork hinterher, „Mach den Schamanen fertig!“ Eine nahtlose Schleuderkurve einlegend wechselte ich in die Gegenrichtung. „Oh, Schmane. Gut dann laufe ich besser.“ Man lachte zwar, aber ich hatte nicht viel Lust auf Versteinerung und eigentlich mag ich ja Ratten recht gerne.

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Weitere Truppen rückten an und einige gigantische NSC Orken mit noch gigantischeren Waffen (Wer hat schon mal einen zwei Meter langen Kriegshammer mit einem einem Meter langem Kopf oder einen Streitkolben in der selben Größe gesehen) standen zur unserer Unterstützung bereit. Die Ratten und Käfer waren schnell am Boden, nur eine versuchte vor uns in den Wald zu fliehen. Ich und einige andere hasteten hinter her und droschen auf das Vieh ein. Als der NSC tot war, kam er noch mal zurück. „Dürfte ich mal fragen, wer gerade die Ratte gejagt hat?“, fragte er zornig. Wir alle traten vor. „Einer hat mich nämlich derbst am Rücken erwischt und das hat wircklich weh getan.“ Ein Ork, der mit Hammer, trat betreten vor. „Ähh, ich glaub ich habe...“, begann er. „Was?“, brüllte der andere NSC „Spinnst du? Du hast mich verletzt.“ „Ja.“, quieckte der Ork mit völlig veränderter Stimme. „Aber... ich, äh es war dunkel und... du bist schwarz angezogen...da.“ Doch die kleine Ratte hatte den riesigen Ork bereits am Kragen gepackt und fuhr fort auf ihn einzubrüllen und einzuprügeln. Ich frage mich dabei, ob vielleich diese Ratte in der viel zu kurzen und zu einfachen Endschlacht einen Rattenpriester darstellte und sich vielleicht auch einmal bei mir rächen wollte. Denn dieser Nichtspieler drosch mir, als ich gerade anderrattig beschäftigt war so fest seinen Säbel in den Rücken, dass ich einen in den Schlamm stürzte. Als er dann ein weiteres mal ausholte, rollte ich mich mit zwei matschigen Purzelbäumen und einem Rundumschlag in Sicherheit.



Wald der tausend Schicksale 3 – Call of Duty“ 25.-28. 3. 05 Medieval Entertainment

Ein in- wie outtime extrem blutiger Larp und mein zweiter Öffentlicher:

Als wir als NSC einige nicht mehr gehfähige Gefangene als Geschenke zum Orklager transportierten, fiel einem Hauptmann auf, dass einer versuchte zwei Gefangene zugleich zu stützen:

Kreuzigungszug halt! Bitte jeder nur ein Kreuz!“

Später wurde dieser Brauch, jedesmal ein paar Spieler an die Orks zu verfüttern, wenn man vorbei kam als „OrkCollect-Mautsystem“ bezeichnet.

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Als guten Beweis dafür, dass Spieler ihren Verstand bei Checkin abzugeben pflegen sie folgende Szene gegeben: Mit der Herrin des Waldes, also unbehelligt von unseren Helden, im Spielerlager unterwegs kamen wir mit einer Gruppe Heiler ins Gespräch, welche wir mit Vorliebe gefangen nehmen sollten, da es davon nur vier gab. „Ach ihr seid alle Heiler“, meinte unser japanischer Schwertmeister und ließ einen Wurfdolch in seine Hand gleiten. „Ja, das sind wir... Urrks!“, kam als Antwort, als drei Heiler davonstoben, die vierte jedoch von hinten gepackt wurde und den Dolch an der Kehle hatte. So umarmt bahnten wir ihr dann einen Weg nach draußen, wurden aber vor der Taverne aufgehalten: „Bleibt zurück oder wir bringen die Geisel (übrigens ein 50-Tage Charakter) um!“- Darauf der berühmte Zwork: „Die entführen eine von uns! Angriff! Angriff!“ So kam es dann auch, aber wir entwanden uns schnell den Feinden und teilten ihnen noch zwei Mal sehr, sehr langsam mit, dass wir sie umbringen würden, wenn man uns angreife. Wir versprachen dann sie mit uns zu nehmen, aber wieder unbeschadet frei zu lassen. Das taten wir dann auch. Im Orklager.

Heldentrutz“ 20.-22. 5. 2005 Gefolgschaft des Drachen

Ein hervorragend inszinierter Abenteuerlarp, bei dem ich es sogar schaffte, den gesamten Plot mitzubekommen. Das Erstlingswerk der Orga.

Eine seltsame Höhle oder ein Dungeon, sorgte für viel Gelächter. Nachdem sich unsere Gruppe aus einem Baumstamm mit daran gebundenen Ästen einen Rammbock gebaut hatte, rannten sie mit lautem Gebrüll auf die Schaumstoffsteinplattentür los, nur um kurz davor abzubremsen. Der Witz dabei war, dass die SL uns zuvor gesagt hatte, dass wir es nicht schaffen würden, trotzdem wollte sich keiner den Spaß nehmen lassen.

Später fiel eben jene Tür bei Kampfhandlungen und Öffnungsversuchen vor dem Kerker immer wieder zu den unpassendsten Gelegenheiten aus den Angeln.

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Als sie dann schließlich geöffnet war, verhinderte ein Kraftfeld, dass mehrere Personen gleichzeitig in die Höhle gehen konnten. Dies wurde durch eine SL mit verschränkten Armen, welcher die Leute immer wieder sanft heraus schubste, symbolisiert. Ein Magier ließ sich vor dem eintreten dann zu dem Ausspruch „Mal sehen, ob mich der Türsteher reinlässt.“ hinreißen. Daraufhin entgegnete die SL mit grimmigem Gesichtsausdruck „Ey Alder! Du kummst hier ned rein! Hut Arsch, Stab Arsch, Mann zieh Leine, ey!“

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Am Abend des selben Tages machten wir uns dann zu einem der beiden Dungeons auf, mussten dann aber noch auf der geteerten Hauptstraße warten. Als ein Auto heran fuhr, bildeten wir eine Gasse am Weg um Platz zu schaffen. Jedoch beobachteten wir, wie der Wagen wendete und langsam rückwärts auf uns zu kam. Dann hielt es einige Meter von uns entfernt, der Fahrer stieg aus ließ die Tür offen und den Motor laufen, die Hand hatte er an einem Revolver in einem Halfter am Gürtel. Vorsichtig, sichtlich ängstlich trat er heran um zu fragen ob hier etwas los sei. Glücklicherweise war die SL zur Stelle um ihm alles zu erklären, bevor er noch vor Angst in die Menge schoss. Ich erfuhr dann, dass es sich um den Jagdpächter gehandelt hatte, welche sich über die vielen Autos vor dem Wald gewundert hatte. Scheinbar hatte er bei dem Anblick der Streitmacht ein Bisschen Bammel bekommen

Circus Clichelli“ 18.-21. 8. 2005 Kimberia-Orga

Ein verdammt anstrengender Con mit den schlimmsten Powergamern, die ich bisher gesehen habe. (aber ich will ja keine Namen nennen)

Als wir auf dem Con ankamen, glaubten wir schon zu spät zu sein, allerdings war die Orga noch weniger als halbfertig und schickte uns erstmal zum Schwimmen.

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Nach einem Mordanschlag, den Unsereins gegen zwei SC-Nekromanten verübte, stellte sich heraus, dass einer davon ein mit unseren Mitteln völlig unzerstörbarer Lich (trotzdem ein SC!) war. Dieser stand dann nachts ganz plötzlich wieder uns. Wir erschraken zwar, doch waren wir gerade in einem lautstarken Outtime-Gespräch, welches sich um eine OT-Verletzung, die es am Nachmittag gegeben hatte, drehte. So musste die ganze Szene, natürlich ohne jegliche Schockwirkung noch einmal aufgezogen werden. Als der Lich dann zu seiner großen Ruhmesrede ansetzte, kam er nur einige Worte weit, bis er sich mit einem gequälten „Uff!“ unterbrach. Das große Übel war gegen eine genau in Schritthöhe brennende Ölfackel gelaufen. Die Situation war dahin, ein Inquisitor messerte ihn zu zweiten Mal nieder. Leider war fast das ganze Lager böse und lynchte ihn darum am nächsten Tag. Der Lich indessen stand ganz dumm wieder im Lager herum und beschwor sogar mit einem Fingerschnippen den anderen, menschlichen Nekromanten aus seiner Asche, zu welcher wir ihn verbrannt hatten wieder hervor. Das ist einfach nur noch zum lachen.

Zum goldenen Einhorn II – Nebel des Todes“ 12.11.2005 Unicorn-Larp Orga

Mein erstes Eintagescon, mit gutem Essen, dezentem Plot und den sinnlosesten Gesprächen, die ich je auf einem Con geführt habe. Eine anständige Portion für zehn Euro.

Als der Tod kam um eine alte Frau -man denke nur: ein natürlicher Tod auf einem Larp- mit sich zu nehmen, erschien er stilecht nach Pratchett-Manier mit dem Rattentod auf dem Arm. Dies blieb nicht die einzige Pratchtettanspielung, denn später riet ein hektischer Gnom meinem frischgebackenen, aderlasswütigen Medicus dringend dazu die Retrophrenologie zu erlernen. Keine schlechte Idee, muss ich sagen.

Später verdiente ich an diesem Gnom auch gleich noch ein Kupfer: Nach vielen Untotenwellen -welche er sehr interessant fand- war er sich nicht mehr ganz so sicher, ob er nicht auch untot sei. Als ich ihm zur Klärung einen Aderlass empfahl, meinte er doch lieber nicht untot zu sein. Da dies eine eindeutige Heilung durch (angedrohten) Aderlass darstellte verlangte ich meinen Lohn, den ich prompt bekam.